Erstellt am 30. März 2016, 05:44

von Bettina Eder

Das Geld wird nicht mehr. Bettina Eder über die Finanzen der Gemeinde Mattersburg.

Wenns ums liebe Geld geht – da hört sich der Spaß auf. Und das gerade bei der Opposition und in Vorwahlzeiten. Dennoch blieb beim Punkt Rechnungsabschluss die Kritik, gelinde gesagt, überschaubar. Nur die Liste Zukunft Mattersburg stimmte dagegen, der Rest der Opposition gab ihren Sanktus. Ein Schuldenstand von 6,3 Millionen Euro – also etwa die Hälfte des ordentlichen Budgets – sind zwar kein Pappenstiel, aber eine freie Finanzspitze von 1,1 Millionen Euro macht Mut und gibt die Gelegenheit für Investitionen. Dennoch ist klar, dass die Stadt den Gürtel deutlich enger schnallen muss. Die Gemeinde tut auch gut daran, jeden Euro zweimal umzudrehen. Denn einerseits weiß niemand, was der Finanzausgleich bringen wird, den Bund, Länder und Gemeinden derzeit neu verhandeln. Und andererseits sind nächstes Jahr Gemeinderatswahlen, und da weiß man aus Erfahrung, dass das Gemeindebörserl in Wahljahren besonders strapaziert wird. Investitionen sind grundsätzlich ja was Gutes, nur sollten die obersten Chefs auch darauf achten, dass auch nach den Wahlen noch Geld da ist.