Erstellt am 16. März 2016, 05:24

von Bettina Eder

Der Weg zum besten Ergebnis. Bettina Eder über die Informationspolitik beim KUZ Mattersburg.

Demokratie lebt von Öffentlichkeit. Entscheidungen von Politik und Verwaltung sollen nachvollziehbar und diskutierbar sein. Und as grade bei umstrittenen Projekten wie dem KUZ, das zuerst für den Abriss freigegeben wurde und nun mittels Sanierung in den Grundzügen erhalten bleiben soll. Klar ist, dass Transparenz entscheidend für Vertrauen ist. Doch wieviel Information bei der Ausschreibungen eines heiklen Projektes gut ist, ist eine kommunikationspolitische Gratwanderung.

Zu wenig Information schürt Misstrauen, zu viel könnte sich als Bumerang erweisen. Verständlich, dass man hier vorsichtig agiert. Totale Transparenz – vor allem im noch nicht ausgereiften Entscheidungsprozess – führt nicht unbedingt zum Bestbieter, sondern oft zu Verwirrungen und Fehlinformationen. Doch die Politik muss akzeptieren, dass die Gesellschaft hier ein höheres Bedürfnis an Einblicken und Beteiligungen hat – und dass die Menschen sich nicht einmischen, weil sie die Politiker sekkieren wollen, sondern weil sie das Projekt interessiert und sie bald wieder Events besuchen wollen.