Erstellt am 08. August 2012, 00:00

Die Euphorie ist längst verflogen. HELGA

Große Pläne vom kulturellen Austausch und Pflege der Freundschaft hatten die Gemeinden Schattendorf und das auf der anderen Seite der Grenze liegende Agendorf bei der Eröffnung des Grenzüberganges. Eingehandelt hat man sich, aber leider auch viele Probleme. Einerseits den vielen Verkehr, mit dem scheinbar niemand gerechnet hat und der den Bewohnern gar nicht gefällt. Andererseits fehlt es den Ungarn an Geld, um die Verbindungsstraße instand zu halten, denn diese wird nicht nur von den zahlreichen Autos, sondern auch von Bussen und Lkws, die das bestehende Fahrverbot missachten, benützt.

Die Ungarn dachten die Einhebung einer Straßengebühr an. Dieser Plan muss aber erst geprüft werden. Jetzt wollen es die Nachbarn mit der Bitte um eine freiwillige Spende versuchen.

Der Schattendorfer Bürgermeister Johann Lotter setzt auf mehr Polizeikontrollen und auf eine alternative Ausweichlösung außerhalb des Ortes.

Schade, dass die Grenzöffnung mit Schwierigkeiten verbunden ist. Dies zeigt eben, dass am Weg in ein Vereintes Europa noch viele kleine, aber entscheidende Barrieren zu meistern sind.

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