Erstellt am 21. Oktober 2015, 08:41

von Richard Vogler

Die „Kleinen“ und die „Großen“. Das Sterben der kleinen Geschäfte geht sukzessive voran und macht auch vor Mattersburg nicht Halt. 2010 machte der letzte Greißler die Läden dicht – Auflagen von Seiten der Bezirkshauptmannschaft waren die Ursache, dass Gerald Knopf sein Geschäft

Das Sterben der kleinen Geschäfte geht sukzessive voran und macht auch vor Mattersburg nicht Halt. 2010 machte der letzte Greißler die Läden dicht –  Auflagen von Seiten der Bezirkshauptmannschaft waren die Ursache, dass Gerald Knopf sein Geschäft in der Hauptstraße schloss und erst heuer ließ die Bäckerei Altdorfer ihren kleinen Standort (Nachfolgebetrieb von Josef Kremser) beim „Kremsergassl“ auf. Oft werden bei den Schließungen als Gründe die Aushöhlung des ländlichen Raums, die Wirtschaftslage oder die übermächtige Konkurrenz der Einkaufszentren genannt.

Nun gibt es in Mattersburg das nächste Ende für einen Traditionsbetrieb: die Bäckerei Jahn schließt mit 1. November. Der Grund ist in dem Fall aber nicht ein wirtschaftlicher, sondern einfach, weil es keinen Nachfolger gibt. Auch wenn es seltsam klingen mag, gerade die Bäckerei Jahn ist dennoch ein positives Beispiel. Denn die Jahns haben jahrelang gezeigt, dass man sich mit großem Engagement und Kundenfreundlichkeit auch als kleiner Betrieb lang wirtschaftlich halten kann.