Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:32

von Alfred Wagentristl

Die Luft wird oben deutlich dünner. Alfred Wagentristl über erarbeiteten Respekt der Mattersburger Turner

Dass vor einigen Jahren die burgenländischen Turner nicht zur Österreich-Spitze gehörten, zeigt die Statistik. Unsere Funktionäre, Athletinnen und Athleten waren gern gesehen – brachten sie doch meist auch ein gutes "Tröpferl" mit zu den großen Turn-Veranstaltungen Österreichs. Sportlich zählte der olympische Gedanke: „Dabeisein ist alles.“ Die Zeiten haben sich aber nun deutlich geändert: Mittlerweile können etwa Mattersburger ASKÖ- oder Union-Athleten auch auf bundesweiter Ebene mehr als mithalten und bringen Medaillen nach Hause.

Konkurrenz-Mannschaften taktieren, wie ASKÖ-Kunstturnen-Obmann Günter Dorner weiß, mit der Aufstellung ihres Teams, um Bewerben mit Mattersburger Beteiligung auszuweichen. Immer wieder sollen auch taktische Mätzchen aus dem Hut gezaubert werden, um die Teilnehmer noch kurz vor dem Wettkampf aus der Konzentration zu bringen. Da wird dann gegen potenzielle Regelverstöße protestiert, wenn sie auch noch so lächerlich sein mögen.

Unsere Turner-Riege hat sich leistungsorientiert entwickelt. Kein Wunder, dass die Luft dünner und das allgemeine Klima kühler ist. Dieser Umstand ist aber vor allem eines: eine leise Anerkennung für tolle Arbeit.