Erstellt am 11. Juni 2014, 10:38

von Richard Vogler

Ein negativer Beigeschmack. Richard Vogler über Naturschutz und Gemeindepolitik.

Eine schier unendliche Geschichte hat seinen Abschluss gefunden. In der Vorwoche beschloss der Forchtensteiner Gemeinderat, einen Teil des Natura 2000-Gebietes in Bauland umzuwidmen.

Eine Bürgerinitiative kämpft seit Jahren dagegen an und sammelte rund 700 Unterschriften gegen die Verbauung in diesem Naturschutzgebiet, da die Zwergohreule gefährdet ist. Jenes Tier, das als Symbol das Logo des Naturparks Region Rosalia Kogelberg ziert.

Allerdings liegen auch die Argumente der Befürworter auf der Hand. Rund 80 Prozent des Forchtensteiner Gemeindegebietes befindet sich in einem Naturschutzgebiet, was eine weitere Schaffung von Bauplätzen für die Forchtensteiner fast unmöglich macht.

Beide Argumente sind auf jeden Fall schlüssig, die Gemeindepolitik kommt jedoch nicht um den Punkt herum, dass die Angelegenheit einen negativen Beigeschmack hinterlässt: Sechs Gemeinderäte mussten bei der Abstimmung den Saal verlassen, weil sie selbst oder Angehörige ein Grundstück in diesem Gebiet, das umgewidmet wurde, besitzen.