Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Eine Aktion gegen Rechts. RICHARD VOGLER über den Anti-Rassismus-Tag in Mattersburg.KOMMENTARKommenden Donnerstag werden sich Jugendliche am Mattersburger Veranstaltungsplatz versammeln und gegen Rassismus demonstrieren.

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Bemerkens- und lobenswert ist der Anti-Rassismus-Tag, wenn man die Entstehungsgeschichte betrachtet: Das Projekt wird von Schülern des Mattersburger Gymnasiums organisiert, die diese Aktion aus freien Stücken in die Wege leiteten – es gab kein vorgegebenes Projekt von Seiten der Lehrer oder der Schulleitung. Das Bewusstsein der Jugendlichen, dass rechte Aktionen in unserer heutigen Zeit keinen Platz haben, sollte also verstärkt zutage treten.

Was in Zeiten wie diesen auch etwas Besonderes ist, weil es in den vergangenen beiden Jahren im Bezirk einen großen Zulauf zur FPÖ oder den Jungen Freiheitlichen gab. Der Grund? Für viele Jugendlichen haben ÖVP und SPÖ in puncto Ausländerproblematik keine Lösungen parat. Die einzige Partei, die für sie scheinbar immer wieder eine Antwort trommelt, ist da die FPÖ — wenn auch mit mehr als fragwürdigen Anschauungen.

Umso bemerkenswerter ist es, dass Jugendliche in Mattersburg mit diesem Anti-Rassismus-Tag einen bewussten Kontrapunkt setzen.

r.vogler@bvz.at