Erstellt am 21. August 2013, 00:00

Eine aussterbende Sportart?. Michael Weller über den Randsport Subbuteo. Männer lieben Fußball. Die meisten zumindest. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Sport in allen möglichen Varianten ausgeübt wird, sogar auf einem Tisch mit kleinen Figuren aus Plastik, die gekonnt den winzigen Ball ins Tor pfeffern.

Männer lieben Fußball. Die meisten zumindest. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Sport in allen möglichen Varianten ausgeübt wird, sogar auf einem Tisch mit kleinen Figuren aus Plastik, die gekonnt den winzigen Ball ins Tor pfeffern.

Was für viele wie ein Kinderspiel anmutet, ist eine anspruchsvolle Sportart, die dem Spieler einiges abverlangt: Konzentration, Fingerspitzengefühl und taktisches Denken sind unerlässlich für den Erfolg bei diesem Indoor-Sport. Diejenigen, die es besonders gut beherrschen, bestreiten Weltmeisterschaften, eine Championsleague und ähnliches – wie etwa die Spieler des TFC Mattersburg. Seit Jahren zählen sie zur absoluten Weltspitze, liegen momentan auf Rang acht in der Weltrangliste. Doch trotz aller Erfolge bangen sie um die Zukunft ihres Sports.

Waren im Vorjahr noch 120 Teilnehmer beim Heimturnier gemeldet, so waren es heuer gerade einmal die Hälfte. Es fehlt an neuen Spielern, aus dem Nachwuchsbereich kommt nur wenig nach. Und die altgedienten Füchse wollen oder können sich die langen Auslandsreisen zu den wichtigen Turnieren nicht mehr antun. Dass der Sport weitgehend unbekannt ist, tut sein Übriges. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt…