Erstellt am 31. August 2011, 00:00

Emotionen aus dem Spiel. RICHARD VOGLER über den geplanten Bau des Feuerwehrhauses in Wiesen.

 |  NOEN
x  |  NOEN

In Wiesen sind die Fronten verhärtet. Stein des Anstoßes ist der Bau des neuen Feuerwehrhauses mitten im Zentrum. Eine Initiative, allen voran Regisseur Werner Murnberger und ÖVP-Altbürgermeister Johann Habeler, hat sich gebildet, diese sammelt Unterschriften gegen den Standort des neuen Feuerwehrhauses. ÖVP-Ortschef Matthias Weghofer hingegen macht keine Anzeichen, einen Alternativstandort in Erwägung zu ziehen. Weghofer scheint unter dem Motto „Jetzt erst recht“ zu verfahren, denn der zentrale Standort ist der einzige Grund, der für die Lage mitten im Dorf spricht.

Die rationalen Argumente hingegen, dort nicht zu bauen, überwiegen: Gleich daneben befindet sich die Volksschule, Einsätze bürgen eine potenzielle Gefahr für die Kinder. Der Standort ist entschieden zu klein, es gibt keinen Platz für Übungen der Feuerwehrmänner, Parkmöglichkeiten sind ebenso rar und ein möglicher Ausbau ist somit auch auf Eis gelegt. Weghofer sollte das Projekt im Ortskern noch einmal überdenken und die beiden Protagonisten der Initiative, Habeler und Murnberger, zum Gespräch bitten. Es wäre ein Schritt, der Folgendes bewirken würde: Die Emotionen wären aus dem Spiel und man würde auf die Sachebene, die bei diesem Bau notwendig ist, zurückkehren.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at