Erstellt am 30. April 2014, 09:34

von Alfred Wagentristl

Es müssen hohe Ziele bleiben. Alfred Wagentristl über eine Frage der Zielstrebigkeit von Fußball-Talenten.

„Bei einigen von den Burschen ist ein wenig die Spannung draußen“, hörte man aus dem Betreuerlager der Mattersburg Amateure nach der empfindlichen 0:4-Heimpleite am vergangenen Sonntag.

Dass man als Talente-Truppe eines Erstliga-Klubs gegen den potenziellen Meister FAC verlieren kann, ist akzeptabel – lediglich das „Wie“ hat einige Beteiligte verstört. Nachdem SVM-Goalie Tom Borenitsch sehr engagiert Schadensbegrenzung betrieben hatte, die Partie aber trotzdem mit 0:4 verloren gegangen ist, war Manager Raimund Bachhofer verständlicherweise von einigen Akteuren sehr enttäuscht.

Ob die Abstiegsgefahr bereits gebannt ist, oder (wie Manager Bachhofer betont) auch nicht, muss für angehende Profikicker – Stichwort Tabellensituation egal – völlig irrelevant sein. Die Burschen müssen immer wissen, dass sie alles zu leisten im Stande sind, ihnen die Fußballwelt offen steht und sie sich gegen Teams wie dem FAC in den Mittelpunkt spielen können.

Wenn beim SVM-Amateurspieler ein Ziel, wie zum Beispiel ein Profivertrag, im Fokus brennt, kann ein kleiner Punktepolster gegen den Abstieg keine „Spannung“ kosten. Wenn die jetzt schon fehlt, muss man annehmen, dass ein solcher Spieler ziellose Fußballjahre verlebt.