Erstellt am 13. Januar 2016, 06:23

von Richard Vogler

Finger weg vom Spekulieren. Richard Vogler über Franken-Kredit der Gemeinde Hirm.

Der Februar im vergangenen Jahr war kein gutes Monat für jene Häuslbauer, die ihr Eigenheim mittels eines Schweizer Franken-Kredites finanzieren. Von einem Tag auf den anderen senkte sich der Franken auf 0,99 Euro – was zu diesem Zeitpunkt für rund 150.000 österreichische Fremdwährungskreditnehmer quasi einen Verlust von rund 20 Prozent bedeutete.

Nicht nur Private, sondern auch Kommunen sind dem „Lockruf“ des Franken verfallen – so auch die Gemeinde Hirm. Ein im Jahr 1996 aufgenommener Euro-Kredit für den Kindergartenausbau wurde zehn Jahre später in den Fremdwährer umgewandelt, da zu diesem Zeitpunkt die Zinsen um einiges niedriger waren, als beim Euro-Kredit. Am 31. März 2016 wird das Zinsgeschäft fällig und erst dann wird sich weisen, ob und wie viel Verlust die Gemeinde Hirm macht.

Unterm Strich bleibt jedoch schon jetzt  die Erkenntnis, dass die Gemeinde ein wirtschaftlich solide geführtes Unternehmen sein sollte und möglichst wenig mit dem Geld der Steuerzahler spekulieren sollte.