Erstellt am 19. Juni 2013, 09:11

Folgt jetzt ein Husarenritt?. Alfred Wagentristl über den nicht geplanten Umbruch beim SV Sigleß.

Es war ein spannendes Szenario für den SV Sigleß, als der SC/ESV Parndorf vor kurzem gegen BlauWeiß Linz um den Aufstieg in die Erste Liga kämpfte – hing von dem Ausgang ja bekanntlich ab, ob der SVS in der BVZ Burgenlandliga bleiben konnte oder nicht. Parndorf setzte sich knapp durch und man durfte erwarten, dass in Sigleß groß gefeiert wird. Aber: Bei diversen Gesprächen mit Sigleßern hatte man überhaupt nicht das Gefühl, dass der Ligaerhalt Freude hervorrief.
Jetzt, nachdem einige Tage vergangen sind, darf man auch vermuten, warum dem so ist. Es liegt doch der Verdacht nahe, dass der Traditionsverein vor einem schwerwiegenden Schritt steht: Entweder mehr finanzielles Risiko einzugehen und eine sorgenfreiere Saison in Burgenlands höchster Liga zu spielen als zuletzt, oder in der Saison 2013/14 eine Rolle wie zuletzt Winden oder gar Buchschachen einzunehmen. Mit Christoph Krenn, Christoph Zistler, Gernot Steindl, Mario Seckel, Peter Nemeth und Fathi Satilmis sind sechs Spieler fix weg, dazu wackeln einige mehr. Alle Abgänge adäquat zu ersetzen würde eine einschneidende Budgeterhöhung voraussetzen. Sigleß hat einen steinigen Weg der Gesundung hinter sich. Es bleibt zu hoffen, dass dieser nicht durch einen Husarenritt umsonst gewesen ist.