Erstellt am 20. März 2013, 09:35

Fragwürdig und ein schiefes Licht. RICHARD VOGLER über die Umwidmung des Natura 2000-Gebietes in Forchtenstein.

Die Problematik der Umwidmung des Natura 2000-Gebietes ist schon länger ein Thema, nun geht es in die finale Phase – Mittwoch dieser Woche wird in Forchten-stein der Grundsatzbeschluss für die Umwidmung in Bauland gefällt (siehe Artikel rechts). Beide Standpunkte – jene der Gegner wie auch der Befürworter – sind auf den ersten Blick nachvollziehbar. Die Grünen, auf deren Prioriätenliste der Umweltschutz ganz oben steht, möchten das Projekt unbedingt verhindern. Die SPÖ und die ÖVP wollen hingegen Bauland schaffen, um der Forchten-steiner Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, in der Heimatgemeinde eigene vier Wände zu errichten.

Alles vertretbare Argumente. Allerdings rücken ein paar Aspekte die geplante Umwidmung in ein schiefes Licht: Zum einem ist die SPÖ-Bürgermeisterin Riki Reismüller Obfrau des Naturparks Rosalia Kobelberg, bei dem unter anderem mit erlebnisreichen Naturangeboten geworben wird und deren Wappen die Zwergohreule ziert. Zum anderem besitzen in diesem Gebiet auch einige Gemeinderäte Grundstücke...