Erstellt am 19. September 2012, 09:06

Gedächtnislücken und Taktiken. RICHARD VOGLER über ein „Novum“ und Kritik der Sozialistischen Jugend.

Die Landes-SJ fordert diese Woche ein Jugendbudget in den Kommunen, das der Jugendgemeinderat mit Beteiligung von anderen Jugendlichen für Projekten nützen soll. Dieses „Novum“, wie Landeschef Kilian festhält, wurde in Mattersburg von der SPÖ bereits 2009 umgesetzt - mit wenig Erfolg: Bis heute gab es nur ein Projekt und der Jugendbeirat besteht nur mehr auf dem Papier.

Im Vorfeld der Nationalratswahlen 2010 stellte die FPÖ den Schriftführer der SJ Mattersburg nach Wortmeldungen auf der Internet-Plattform „Facebook“ an den Pranger. SJ-Bezirkschef Martin Giefing entgegnete, dass der SJ-Funktionär den Eintrag als Privatmann getätigt hatte. Nun wählt Giefing die FPÖ-Vorgangsweise - ÖVPler Daniel Schöll wird infolge seiner Facebook-Einträge kritisiert (siehe Seite 32). Zwei Anekdoten, die wieder einmal eines verdeutlichen: Den wahlwerbenden Parteien ist jedes Mittel recht, um Wählerstimmen zu lukrieren. Sei es, dass man Gedächtnislücken in Kauf nimmt oder um auf Taktiken zurückzugreifen, die einst verurteilt wurden.