Erstellt am 23. Mai 2013, 11:13

Geduldete Verschmutzung. RICHARD VOGLER über eine fragwürdige Gesetzgebung.

Wenn man bedenkt, dass im Stadtgebiet von Mattersburg an die 15 Kubikmeter Müll pro Woche an Feldwegen weggeschmissen oder anstatt den Unrat auf die Mülldeponie zu führen, einfach bei den Glas- oder Alucontainern hingeworfen werden, ist es eine Tatsache, dass es so mancher Mattersburger mit dem Reinhalten der Umwelt nicht allzu ernst nimmt. Kurzfristig helfen da nur rigorose Strafen mit Exekution.

Auf Sicht gesehen, müsste die Bewusstseinsbildung für die Umwelt in den Schulen oder mit öffentlichen Aktionen sukzessive gestärkt werden. Es krankt jedoch auch an anderen Stellen, etwa an der Gesetzgebung. Gemeinden ist es zum Beispiel erlaubt, Bauschutt auf Feldwegen aufzutragen.

Das Material muss zwar vorab einen chemischen Prozess durchlaufen und dann von einem Sachverständigen abgenommen werden, ein gewisser Grad an Verunreinigung ist jedoch erlaubt und Plastik gelangt somit in den Boden. Eine Vorgangsweise, die zwar erlaubt ist, jedoch nichts anderes darstellt, als eine Umweltsverschmutzung, die vom Gesetzgeber geduldet wird.