Erstellt am 27. Januar 2016, 05:43

von Richard Vogler

Geld sparen für die Sicherheit.

Es war im Jahr 2011, als es zuletzt ein Todesopfer auf der Schnellstraße S4 gab. Ein 17-Jähriger kam auf die Gegenfahrbahn, streifte die Leitschiene und stieß anschließend frontal gegen den entgegenkommenden Pkw eines 67-Jährigen.

Die Feuerwehr war rasch zur Stelle, für den jugendlichen Lenker kam jedoch jede Hilfe zu spät. Solche Frontalkollisionen sollen ab 2020 der Vergangenheit angehören, denn die ASFINAG investiert in den Sicherheitsausbau der Schnellstraße und lässt eine Beton-Mittelleitschiene bauen. Die 50 Millionen, die hineingesteckt werden, sind eine Menge Geld – wird damit jedoch nur ein einziges Leben gerettet, so ist es dies auch wert. Wenn man den finanziellen Aspekt genauer unter die Lupe nimmt, bleibt dennoch ein schaler Beigeschmack. Zwischen 2009 und 2010 wurden in die Fahrbahnverbreiterung der S4 bereits 20 Millionen Euro investiert. Hätte man die beiden Projekte in einem „Aufwischen“ gemacht, könnte man mit Sicherheit einiges einsparen, um dies dann in weitere Projekte für sichere Straßen zu investieren.