Erstellt am 22. Juni 2011, 07:55

Gerechtigkeit im Sinn. RICHARD VOGLER über die rechtlichen Schritte gegen einen Mobilfunkbetreiber.

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Bezeichnend dafür, wie manchmal von großen Firmen mit den Kunden umgegangen wird, ist ein Fall in Forchtenstein. Vor einigen Wochen fiel der Mobilfunksender auf der Rosalia elf Tage aus. Einer der Betroffenen, Wolfgang Windberger, wollte eine Rückerstattung der Grundgebühr für diesen Zeitraum und die Kosten für die Fahrt zum Ort, wo er in der Reichweite eines funktionierenden Senders war. Die Ohren des Mobilfunkanbieters blieben zunächst taub, erst auf Urgieren der BVZ wollte man ihm mit 100 Euro entgegenkommen, der befürchtete Imageschaden scheint die Firma zu diesem Schritt bewogen zu haben.

Der Betroffene bleibt unnachgiebig und will trotz der angebotenen Abschlagszahlung rechtliche Schritte ergreifen. Das Geld steht dabei nicht im Vordergrund seiner Intention.
Er versucht, den Prozess zu gewinnen, damit sich auch andere, die vom Senderausfall betroffen waren, dazu durchringen, rechtliche Schritte zu ergreifen. Eine Vorgangsweise, die lobenswert ist. Er will Gerechtigkeit, was auch vollkommen nachzuvollziehen ist: Warum sollte er für eine Leistung, die er nicht bezogen hat, bezahlen?