Erstellt am 08. Dezember 2010, 09:06

Güter wieder auf die Straße. HELGA OSTERMAYER über die geplante Einstellung des Güterverkehrs in Mattersburg.

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Schiene statt Straße – mit diesem Slogan propagierten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) jahrelang die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Beim Bahnhof Mattersburg gehen die Uhren jetzt anders. Nicht nur, dass der Personenverkehr ab dem neuen Fahrplan – per 12. Dezember – eingeschränkt wird. Es soll jetzt auch noch der Frachtenbahnhof Mattersburg Geschichte werden. Ab dem 7. Februar wird es, den ÖBB-Plänen nach, so weit sein.

Die betroffenen Unternehmen sind zurecht sauer. Manche davon, beispielsweise das Betonwerk Koch und die Konservenfabrik Felix, haben ihre Anschlussgleise erst vor kurzem um teures Geld sanieren lassen und jetzt soll das alles umsonst gewesen sein? Obwohl der Gütertransport mit Lastkraftwagen viel schneller und flexibler abgewickelt werden kann, hätten sich die ökologisch denkenden Unternehmen durchaus gewünscht, dass der Bahn im Frachtverkehr mehr Platz geboten würde. Und die Betriebe waren auch wirklich bereit, etwas dafür zu tun. Aber aus diesen, für die Umwelt so wichtigen Plänen wird jetzt wohl nichts werden.

Spargründe hin, Spargründe her. Jetzt gilt es Lösungen zu finden, die vor allem auch für die betroffenen Unternehmen zufriedenstellend sind.

KOMMENTAR

 

r.vogler@bvz.at