Erstellt am 11. September 2013, 00:00

Gute Lösung oder neues Problem?. Alfred Wagentristl über ein riskantes Tormann-Manöver beim SV Sigleß. Für den 21-jährigen Tormann des SV Mattersburg, Michael „Panther“ Wilfing (er ist bereits das dritte Jahr an den SV Sigleß verliehen), ist die Situation nicht einfach:

Für den 21-jährigen Tormann des SV Mattersburg, Michael „Panther“ Wilfing (er ist bereits das dritte Jahr an den SV Sigleß verliehen), ist die Situation nicht einfach: Der Schlussmann wurde vor dem Bezirksderby der BVZ Burgenlandliga gegen den ASK Marz von Trainer Norbert Barisits durch seinen Tormanntrainer Stefan Zwonarits ersetzt (siehe Seite 85).

Zwonarits, der seine Spielerkarriere nach seinem Engagement bei Loipersbach eigentlich schon vor zwei Jahren beendet hatte, hat zweifellos noch Klasse – kein Thema. Das Problem könnte viel mehr werden, dass dem 33-Jährigen laut eigenen Aussagen die Entwicklung seines Schützlings deutlich wichtiger ist, als der zweite Frühling in der Kampfmannschaft.

Das würde bedeuten, dass der Routinier in dieser Situation mit dem Kopf mehr damit beschäftigt ist, Schützling Wilfing aus dem emotionalen Tief zu holen, als selbst zielstrebig in den Trainingseinheiten mit der Mannschaft zu arbeiten. Hinzukommt: Spielt er weiterhin, könnte auch das Vertrauensverhältnis zwischen Tormanntrainer und Tormann leiden. Nach derart langer Karrierepause wäre es nur logisch, würden sich auch Fehler einschleichen. Dann wird Wilfing bereit sein – aber in welcher (mentalen) Verfassung? Eine prekäre Situation für alle Beteiligten des Tabellenletzten.