Erstellt am 07. Mai 2014, 09:47

von Richard Vogler

Impulse von der Jugend. RICHARD VOGLER über die neue SJ-Bundesvorsitzende Julia Herr.

Die Sigleßerin Julia Herr wurde im April der breiten (Internet)-Öffentlichkeit mit einem Video auf der Online-Plattform „You tube“ bekannt. Als sie beim Bundesparteitag der SPÖ EU-Spitzenkandidat Eugen Freund zum Partei-Eintritt aufforderte, wurde sie von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek vom Podium verwiesen.

Das Video war der Renner schlechthin – über 100.000 Mal wurde es angeklickt. So selbstbewusst wie sie am Podium vor Faymann und Co aufgetreten ist, gibt sie sich nach der Wahl und geht weiter jenen Weg, den sie bislang verfolgt hat: Geht es nach der 21-Jährigen, so soll die SPÖ die Bundeskoalition aufkündigen.

Sie steht damit für jenes Credo, das sich die Sozialistische Jugend verschrieben hat: Nur eine kritische SJ ist eine gute SJ. Dass die Worte der neuen SJ-Chefin innerhalb der Bundes-SPÖ wohl noch keine Wirkung haben, steht außer Zweifel. Dennoch kann Neo-Obfrau Julia Herr für die SPÖ nur von Vorteil sein. Denn wer stets im eigenen Saft schmort und keine Impulse von außen aufnimmt, tritt auf dem Stand oder macht einen Schritt zurück.