Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Kaderreduktion als Fortschritt. ALFREDWAGENTRISTL über hausgemachte Entwicklungsprobleme.KOMMENTARGanze 28 Fußballer setzten die Mattersburg Amateure im Laufe der Hinrunde ein – ein gewaltiges Regiment an Kaderspielern.

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Ganze 28 Fußballer setzten die Mattersburg Amateure im Laufe der Hinrunde ein – ein gewaltiges Regiment an Kaderspielern. Natürlich ist es Aufgabe einer Amateurmannschaft viele Spieler zu entwickeln und ihnen auch dementsprechend Chancen zu bieten. Dazu kommen im Falle eines Bundesligavereines noch die Kicker aus dem Profikader, denen Spielpraxis gegönnt wird. Durch dieses Prozedere kommt dann eben eine stolze Zahl wie 28 zustande.

Dass viele Talente durch diesen Ablauf stagnieren, gehört wahrscheinlich auch zum natürlichen Prozess. Wenn der Horitschoner Klaus Lehrner, der im vergangenen Jahr in der BVZ Burgenlandliga hervorragend aufgezeigt hat, nur einige Minuten Spielzeit aufweisen kann, oder ein Nihat Güzel, der schon oft angedeutet hat, für höhere Aufgaben geeignet zu sein, kaum zum (Wettkampf-)Spielen kommt, läuft etwas verkehrt.

Talente, die in der Akademie nicht mehr spielberechtigt sind, leiden besonders unter einem derart großen Spielerangebot. Praxis gibt’s zum Teil nur in Testspielen unter der Woche. Möglicherweise wäre eine Kaderreduktion auf Zeit produktiver und würde weniger „verbrannte Erde“ hinterlassen.

a.wagentristl@bvz.at