Erstellt am 22. Juli 2015, 09:21

von David Hellmann

Kein "Cup der guten Hoffnung". David Hellmann über Burgenlands Pokalbewerb, der in der Gunst vieler Klubs sinkt.

Weiß jemand spontan die Teams sowie das Ergebnis des diesjährigen ÖFB-Cup-Finales? Falls ja, gehören Sie zur Minderheit. Österreich und der Cup, das ist alles, nur keine Liebesbeziehung. Ähnliches zeigt sich beim burgenländischen Pendant. Auch wenn vor der 1. Runde etliche Unterhaus-Trainer und -Funktionäre den hohen Stellenwert des Bewerbs betonten, ist die Realität oft anders.

Irgendwie schade, stellt der Cup mit seinem K.O.-System die reinste und spannendste Form des Wettbewerbs dar. Aber gleichzeitig auch verständlich, Trainer und Teams müssen sich nun mal am Abschneiden in der Meisterschaft messen lassen. So gesehen mag eine Cup-Teilnahme für manchen unterklassigen Klub dann und wann eine Belohnung in Form eines Spiels gegen einen BVZ Burgenlandligisten oder Ostligisten mit sich bringen, vorwiegend ist sie jedoch mit Komplikationen verbunden.

Nach der jüngsten Reform – nur noch eines statt vier Tickets für den ÖFB-Cup – ist auch noch ein „Zuckerl“ für die „Kleinen“ in weite Ferne gerückt: nämlich eine Teilnahme am österreichweiten Pokal und die Hoffnung auf ein Gastspiel eines Bundesligisten. So gesehen muss man auch jeden Verein verstehen, der den Cup vielleicht doch nicht ganz so ernst nimmt...