Erstellt am 21. September 2016, 08:38

von Bettina Eder

Die Rechnung zahlt der Bürger. Bettina Eder über die Gemeindefinanzstatistik.

Die Gemeindefinanzstatistik 2015 stellt dem Bezirk und seinen Gemeinden ein gutes Zeugnis aus – in keinem anderen Teil des Landes sind die Schulden (pro Kopf und absolut) niedriger. Dennoch ist die Bandbreite groß – zwischen null und 2.000 Euro fallen auf die Bürger. Auch bei der freien Finanzspitze sieht es in den Gemeinden gut aus, dennoch steht man vor allem in den kleineren Gemeinden bei den Investitionen mit dem Rücken zur Wand. Man konzentriert sich auf das Notwendigste und so mancher geht bei größeren Projekten Wege abseits des Gemeindebudgets – etwa mit Haftungen. Aus steuerrechtlichen Gründen werden Firmen gegründet, die Bäder, Bauhöfe oder Ähnliches, umsetzten. Diese Schulden – die in die Millionen gehen – lauten zwar nicht auf den Namen der Gemeinde, diese trägt jedoch die Haftung. Diese Konstruktion bringt zwar Steuervorteile für die Gemeindekasse. Dennoch müssen sich viele Gemeindebürger bewusst sein, dass neben ihren statistischen Durchschnittsschulden auch noch Millionen an Haftungen im Raum schweben.