Erstellt am 14. September 2016, 07:12

von Bettina Eder

Leistbare Prävention. Bettina Eder über Sozialarbeit an Mattersburger Schulen.

Ein Bub, der nicht zur Schule kommt, weil er es nicht schafft, in der Früh allein aufzustehen und zu frühstücken, während seine arbeitslosen Eltern schlafen. Mit solchen notorischen Schulverweigerern, Radikalisierungen oder anderen Problemen an den Schulen muss man sich österreichweit immer mehr auseinandersetzen.

In Wien etwa wurden die Schulsozialarbeiter mit Beginn diesen Schuljahres von 25 auf 100 aufgestockt. Im Burgenland ist die Schulsozialarbeit laut Experten wie den FH-Studiengangsleiter für Soziale Arbeit Roland Fürst gelinde gesagt vernachlässigt worden. Lichtblick ist allerdings Mattersburg und der Verein „2getthere“, die nun eine starke Bilanz präsentieren. Der Verein arbeitet daran, das möglichst kein Kind in der Stadt zurückbleibt – man setzt hier „2getthere“ auf Prävention und Früherkennung. Denn im Unterschied zu den Ballungszentren – wo die Behörden der Fülle von akuten Problemen unterliegen – kann man sich bei uns noch Präventionsarbeit leisten. Und das nur mit vergleichsweise geringen Geldern der Stadt, der Caritas und privaten Spenden.