Erstellt am 22. April 2015, 07:05

von Richard Vogler

Peinlichkeiten im Wahlkampf. Richard Vogler über den Wirbel um (nicht) aberkanntes Wahlrecht.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die Parteien befinden sich mittlerweile für die Landtagswahlen bereits mitten im Kampfmodus. Man versucht mit allen Mitteln, den Kontrahenten Eines auszuwischen. In Mattersburg etwa ortet FPÖ-Bezirksparteiobmann Herbert Schütz in einer Presseaussendung, dass seinem Stadtparteistellvertreter Benjamin Tragl zu Unrecht das Wahlrecht abgesprochen wurde. In dieser Angelegenheit wurde auch beim Verwaltungsgerichtshof Einspruch eingereicht.

Die aktuelle Reaktion von Tragl rückt nun die Angelegenheit jedoch in ein anderes Licht: Er erklärt, dass für ihn im Dezember das Wahlrecht nicht in Frage kam, er den Einspruch auch zurückziehen werde und dass die Presseaussendung nicht in seinem Sinne gewesen sei. Schütz hat somit übers Ziel geschossen, und seinem Parteikollegen auf jeden Fall vor den Kopf gestoßen. Was für ein funktionierendes innerparteiliches Klima in Wahlkampfzeiten nicht nur kontraproduktiv, sondern auch extrem peinlich ist, wenn sich Bezirkschef und Ortskollege öffentlich widersprechen.