Erstellt am 21. Januar 2015, 08:22

von Alfred Wagentristl

Schaffen es die Box-Enthusiasten?. Alfred Wagentristl über das stiefmütterliche Dasein des Boxsports.

Erwin Haiders Comeback in der Box-Szene stimmt zuversichtlich, dass dieser Traditionssport möglicherweise auch in unserem Bezirk wieder einen Hauch von Aufschwung erfährt. Schwer genug wird es mit Sicherheit, den Kampfsport wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu lenken, fehlt es doch schon längere Zeit an einheimischen Talenten.

Zu den aktiven Zeiten des Pöttschingers, der seine Blütephase zeitgleich mit dem um den Europameisterschafts-Gürtel kämpfenden Wiener Neustädter Harry Geier hatte, waren gecharterte Autobusse für Fans keine Seltenheit. Im Laufe der Jahre waren aber keine Lokalmatadoren mehr in der Szene vertreten. Die österreichische Boxszene lebte und lebt zurzeit immer noch von Athleten mit Migrations-Hintergrund, die diesen Sport am Leben halten. Nicht selten ist der Identifikations-Faktor der Fans aber relativ gering. Auch das Medien- und Sponsor-Interesse hält sich in Grenzen.

Mit ihrem Eisenstädter Schützliling Manuel Buchheit haben die Trainer Werner Lederhas und Erwin Haider nun einen Hoffnungsträger für viele Boxfans im Burgenland unter Vertrag. Vielleicht ist gerade der schlagkräftige junge Mann derjenige, der das Boxen hierzulande wieder wachküsst.