Erstellt am 08. April 2015, 09:54

von Richard Vogler

Spekulation ist fehl am Platz. Richard Vogler über den Fremdwährungskredit der Gemeinde Hirm.

Für viele Häuslbauer war im Februar des heurigen Jahres der Beschluss der Schweizer Nationalbank, die Mindestbindung zum Euro aufzugeben, eine Schreckensmeldung.

Über Nacht rasselte der Franken auf 0,99 Euro – was für rund 1.500.000 österreichische Fremdwährungskreditnehmer quasi einem Verlust von rund 20 Prozent gleich kommt. Worüber nur wenig gesprochen wurde, war die Tatsache, dass nicht nur Private einen Fremdwährer „laufen“ haben, auch Kommunen haben diese Kreditform für diverse Projekte gewählt. So auch die Gemeinde Hirm, die 2005 einen Euro- in einen Franken-Kredit umgewandelt hatte. Nächstes Jahr wird dieser Kredit schlagend und um 200.000 Euro muss mehr zurückgezahlt werden.

Die Hirmer Gemeinde relativiert und entgegnet, dass sie sich die genannte Summe an Zinsen während der bisherigen Laufzeit erspart hat. Nichtsdestotrotz wurde hier mit Steuergeldern spekuliert – und für das Spekulieren werden Lokalpolitiker nun einmal nicht gewählt.