Erstellt am 10. August 2016, 05:17

von Bettina Eder

Vom Hagel in die Traufe. Bettina Eder über den Fall einer Besitzstörungsklagen in Forchtenstein.

Für gewöhnlich kostet Falschparken in den heimischen Städten 20 Euro. Schlimmer kann es werden, wenn das Auto auf einem Privatparkplatz abgestellt wird. Da flattert dem Autobesitzer schnell eine Besitzstörungsklage oder deren kostenpflichtige Androhung über mehrere hundert Euro ins Haus. Egal wie lange man hält – es gibt Fälle in denen nach nur fünf Minuten angezeigt wurde, und derartige Fälle häufen sich. Autofahrerclubs warnen schon vor unerlaubtem Stehenbleiben auf Parkplätzen von Supermärkten und ähnlichen Großkonzernen. Denn diese versuchen, die illegale Parkflut mittlerweile rigoros zu stoppen, um für ihre Kunden ausreichend Parkplätze zur Verfügung zu haben. Zu strafen ist das gute Recht des Besitzers – und vermutlich niemand will, dass sein Grundstück einfach verparkt wird.

Aber der Fall in Forchtenstein, wo im Auto sitzende, den Hagel abwartende Autofahrer bei einer aufgelassenen Tankstelle im Nachhinein einen Brief vom Anwalt bekommen haben, sorgt für Kopfschütteln und hat nichts mit der viel gepriesenen Gastfreundschaft in der Region zu tun.