Erstellt am 10. Juni 2015, 09:58

von Richard Vogler

Vorbild für die Kommunen. Richard Vogler über die Schaffung von Betreuungsplätzen für Asylwerber.

Die internationalen Krisenherde machen immer mehr Menschen zu Kriegsflüchtlingen und auch die Anzahl jener, die in Österreich Hilfe suchen, steigt stetig.

Von Seiten des Bundes wird noch immer nach einer Lösung für das Problem gesucht, eine Gesamtstrategie konnte noch nicht gefunden werden. Wie man im Kleinen mit Engagement etwas bewirken kann, wurde vergangenes Jahr unter Beweis gestellt. Die beiden Geistlichen, Günther Kroiss (Mattersburg) und Josef Giefing (Rohrbach) brachten Flüchtlingsfamilien im Pfarrheim unter und vor Kurzem schritt eine Frau aus Neudörfl zur Tat: Sie mietete in Mattersburg ein Haus und schaffte dadurch Platz für zehn Asylwerber.

Diese Initiativen lösen zwar das Asylproblem nicht, dennoch könnten sie als Vorbild für jene Einrichtungen dienen, die im Bezirk bislang untätig waren: Die Kommunen. Diese sind zwar durch kein Gesetz verpflichtet, Asylwerber aufzunehmen. Die Möglichkeit, zumindest eine Familie in der eigenen Gemeinde aufzunehmen, haben die Bürgermeister aber auf jeden Fall.