Erstellt am 22. Januar 2014, 23:59

KOMMENTAR. Kundenservice sieht anders aus

In den letzten Monaten häuften sich die Meldungen von Veruntreuungen bei Banken. Eine Frau aus dem Bezirk Mattersburg unterschlug über 33 Jahre hinweg mehr als 1,1 Millionen Euro, ein Sigleßer schaffte 70.000 Euro illegal zur Seite. Seit vergangener Woche wird einer Oberwarter Ex-Bankmitarbeiterin vorgeworfen, 550.000 Euro veruntreut zu haben und nun kam im Bezirk Mattersburg der nächste Fall ans Tageslicht: Ein Bankangestellter soll 370.000 Euro veruntreut haben. Im aktuellen Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft und die Wiener Zentrale der Großbank zieht in Erwägung, gegen den Mann weitere gerichtliche Schritte einzuleiten. Eine offensive Vorgangsweise der Bank gegen den eigenen Mitarbeiter. Bei den geschädigten Kunden agiert man anders: Laut Zentrale will man die betroffenen Kunden „entsprechend entschädigen“, den vollständigen Betrag jedoch nicht versprechen. Anscheinend hat man in Wien trotz der kriminellen Machenschaften nicht allzu großes Interesse, den entstandenen Imageschaden zu reparieren - Kundenservice sieht auf jeden Fall anders aus ...