Erstellt am 03. Januar 2014, 23:59

KOMMENTAR. Ein Stück Kultur geht verloren

Das vergangene Jahr war kein gutes für die Mattersburger Gastro-Szene. Mit Jahresende machten „Bobos Beisl“, die Martinischenke und im Ortsteil Walbersdorf der Nobelheurige „Zur Alten Schule“ die Läden dicht und im Oktober hatte auch der Traditionsheurige Morawitz zum letzten Mal geöffnet. Ende 2012 lud „Motz“ Gerdenitsch zum letzten Mal in sein Bahnhofsrestaurant.

Fünf Gastronomieeinrichtungen schlossen somit binnen 14 Monaten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Für die Wirte wird es immer schwerer, über die Runden zu kommen, Nachfolger aus der eigenen Familie gibt es immer weniger. Gibt es einmal einen Interessenten, so scheitert dies – wie beim Bahnhofsrestaurant – am Finanziellen. Dort hätte man für den vorgeschriebenen Umbau groß investieren müssen.

Dieser negative Trend scheint nicht aufzuhalten zu sein, auch in anderen Ortschaften gibt es immer weniger alteingesessene Gastronomiebetriebe. Für die Zukunft bedeutet dies letztendlich auch, dass ein wichtiger Teil unserer heimischen Gesellschafts-Kultur verloren geht.