Erstellt am 07. November 2012, 00:00

KOMMENTAR. Zu viele

Zu unumstößlich ist die Institution Spielleiter im Sport, insbesondere im Amateurfußball. „Was ich sage, stimmt“ tragen viele der heimischen Referees regelrecht auf der Stirn geschrieben. Ist der Spieler damit nicht einverstanden, wird kurzerhand eine gelbe Karte nachgeschoben, denn: „Meine Entscheidung ist unantastbar.“

Spieler müssen Woche für Woche Leistung bringen, gehen dafür jeden zweiten Tag trainieren. Dieser Leistungsdruck herrscht bei Schiris kaum. Nach schwachen Leistungen folgen selten Konsequenzen, der Verband sollte hier strenger kontrollieren. Wird ein Referee schließlich einmal beobachtet, kommt es zu oft vor, dass sich der Beobachter trotz mangelnder Leistung schützend vor seinen Mann stellt – diese Freunderlwirtschaft hilft hier keinem weiter.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen im heimischen Schiedsrichterwesen, doch viel zu selten kommt es mittlerweile vor, dass sich ein Referee nach dem Spiel in die hiesige Sportplatzkantine traut, um das Spiel mit Funktionären, Spielern und Fans friedlich Revue passieren zu lassen. Leider.

ta.zvb@retnip.m