Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

KOMMENTAR. System nach den Spielertypen

Das Rohrbacher Auftreten beim 1:5 in Zemendorf war erschreckend. Zwar spielte den Gastgebern die Anfangsphase (schon nach fünf Minuten stand es 2:0 für den SV  7023 Z-S-P) zweifelsohne in die Karten, doch das Defensivverhalten des Traditionsvereins war einer Zweitligamannschaft nicht würdig.
Betrachtet man die individuelle Klasse der Spieler, so besteht kein Zweifel darüber, dass der SVR in der 2. Liga Mitte seine Daseinsberechtigung hat. Sieht man aber auf die Spielleistung, müssen sich die Fans Sorgen machen. Wie im Vorjahr hält die Stifter-Elf bei neun Punkten nach neun Spielen, wobei der Punkterückstand nach vorne kleiner und der Punktevorsprung nach hinten in der Vorsaison ein wenig größer war.
Das Spiel in Zemendorf hat gezeigt, dass man mit diesem System und vor allem mit dieser taktischen Disziplin Gefahr läuft, zur Schießbude zu werden. Die Abwehrkette, die an sich mit Simmel, Keszei, Borsos und Fürsatz Erfahrung und mit Sicherheit auch ligaadäquate fußballerische Klasse aufzuweisen hat, lieferte im Zusammenspiel mit einem Mittelfeld, das kaum bereit war Zweikämpfe anzunehmen (Krausl war die rühmliche Ausnahme), Harakiri-Fußball ab. Der sehr engagierte und moderne Jung-Trainer Christoph Stifter wäre gut beraten, das Spielsystem den Typen anzupassen und nicht umgekehrt.