Erstellt am 07. Dezember 2011, 00:00

Kümmerliches Dasein …. RICHARD VOGLER über die Situation der Neudörfler ÖVP.

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Dass Reinhold Pranger (Pro Neudörfl) vergangene Woche bei der Neudörfler Gemeinderatssitzung seinem Ärger Luft machte, ist nur allzu verständlich. Seine Kritik war in Richtung ÖVP-Gemeinderat Thomas Hinterleitner gerichtet, der bei der Sitzung wieder einmal nicht anwesend war.

Dass Lokalpolitiker ab und zu bei den Gemeinderatssitzungen fehlen, ist nicht außergewöhnlich. Ein ständiges Fernbleiben wie im Fall des ÖVP-Mandatars ist allerdings ein Affront den anderen Mandataren gegenüber, die ihre Freizeit opfern, um Arbeit für die Gemeinde zu leisten. Im Fall der ÖVP in der burgenländischen Grenzgemeinde ist die ganze Sache aber auch ein strukturelles Problem. Diese ÖVP hält den Minusrekord im Bezirk – lediglich zwei Mandatare sind im Ortsparlament vertreten – und es war überhaupt schwierig, diese Sitze mit zwei Personen zu besetzen.

Das ÖVP-Personalproblem in Neudörfl ist spätestens seit den letzten Wahlen bekannt. Bislang wurde von keiner Ebene Entscheidendes unternommen, um gegenzusteuern. Unterm Strich bleibt für alle Beteiligten die Ernüchterung, dass – sofern nicht ein völliger Neubeginn geschafft wird – die ÖVP in Neudörfl auch nach den Wahlen im kommenden Jahr ein kümmerliches Dasein fristen wird.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at