Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Mitten im Naturidyll. RICHARD VOGLER über den geplanten Handymast in Mattersburg.

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Es ist wie das Amen im Gebet: Wenn neue Handymasten gebaut werden sollen, können sich - gelinde gesagt - die Anrainer damit nicht anfreunden. Wer will schon einen großen Sender vor seinem Haus stehen haben?

Der Funksender bewirke eine Wertminderung des Grundstückes und es werden gesundheitliche Schäden befürchtet. Der gesetzliche Grenzwert bei der ausgesetzten Strahlungsmenge wird zwar stets eingehalten, Aufschlüsse über tatsächliche Beeinträchtigungen für die Gesundheit können jedoch nicht gegeben werden. Dass heutzutage (fast) niemand mehr auf sein Handy verzichten möchte und dass man dafür Voraussetzungen schaffen muss, steht außer Zweifel. Letzte Woche berichtete die BVZ über einen Senderausfall auf der Rosalia, der den Bewohnern sauer aufstieß. Im aktuellen Fall soll jedoch der Sender bei der Mattersburger Neubaugasse inmitten eines klassischen Naturidylls, von denen es ja bekanntlich immer weniger gibt, aufgestellt werden. Dennoch: Für die betroffenen Anrainer ist der gewählte Standort der denkbar ungünstigste. Aber würde der Handymast wo anders aufgestellt werden, würde es dort die Anrainer erzürnen.

r.vogler@bvz.at