Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Mode: „Kein Kommentar“. Wenn man in letzter Zeit als Sportredakteur die Vereinsverantwortlichen nach der Schiedsrichterleistung fragt, dann hört man des Öfteren: „Kein Kommentar!“

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Wenn man in letzter Zeit als Sportredakteur die Vereinsverantwortlichen nach der Schiedsrichterleistung fragt, dann hört man des Öfteren: „ Kein Kommentar!“In dieser Woche betraf dies zum Beispiel den SV Forchten-stein. Schiedsrichter Hirsa hatte wohl nicht seinen besten Tag. Zunächst wollte er den Pilgersdorfer Matthias Beiglböck mit Gelb-Rot vom Platz schicken, obwohl dieser noch nicht verwarnt war. In der Schlussphase brauchte er die Hilfe des Platzsprechers, um festzustellen, dass Forchtensteins Martin Mangold bereits verwarnt war und deswegen vom Platz zu stellen war.

Eigentlich eindeutige Fakten, die nicht für seine Leistung sprechen. Trotzdem trauen sich die Verantwortlichen nicht (mehr), dem Schiedsrichter in den Medien ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Ganz nach dem Motto „Das kann sich rächen“ hat jeder Angst, dadurch in anderen Spielen benachteiligt zu werden. Immer öfter hört man dann im Anschluss vom „parteiischen“ Verhalten der Unparteiischen, wenn Kritik geäußert wird. Ob wahr oder nicht: Umso verständlicher ist es, wenn Trainer und Funktionäre nur noch einen Ausweg sehen: „Kein Kommentar!“


o.gansrigler@bvz.at