Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Nur gestreift, nicht getroffen. RICHARD VOGLER über die wirtschaftliche Situation im Bezirk.KOMMENTARBetrachtet man den Bauboom bei den Wohnungen, so scheint es im Bezirk Mattersburg keine Wirtschaftskrise gegeben zu haben.

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Betrachtet man den Bauboom bei den Wohnungen, so scheint es im Bezirk Mattersburg keine Wirtschaftskrise gegeben zu haben. Die Wohnungen der drei großen Bauträger Oberwarter und Eisenstädter Siedlungsgenossenschaft sowie „Pöttschinger“ sind nahezu ausgelastet. Von 2295 bestehenden Wohneinheiten sind nur wenige unbewohnt. Der Bauboom scheint kein Ende zu nehmen, denn im Bezirk wird an allen Ecken und Enden gebaut und weitere Bauprojekte stehen an.

Bei der Heurigenhochburg des Bezirks, Neudörfl, sieht die Lage etwas anders aus. Dort etwa berichten die Wirte der Buschenschenken über Rückgänge von bis zu 15 Prozent in den letzten beiden Jahren. Die Leute sparen mehr und die neuen Regelungen punkto Rauchen in den Lokalitäten haben auch dazu beigetragen, dass der erwünschte Umsatz ausgeblieben ist. Der feine Unterschied: Wohnen muss man, die Besuche von Lokalitäten sind Luxus. Was wiederum beweist, dass beim Großteil der Menschen im Bezirk das nötige Geld für einen gesunden Wohlstand vorhanden ist und uns die Wirtschaftskrise aufgrund der Struktur – vorwiegend Klein- und Mittelunternehmen – nur gestreift und nicht voll getroffen hat.

r.vogler@bvz.at