Erstellt am 06. Januar 2016, 04:38

von Alfred Wagentristl

Onisiwo und Cech, zwei „Reisende“. Alfred Wagentristl über ein vergleichbares Szenario jedoch in zwei verschiedenen Welten.

Der Spruch „Reisende soll man nicht aufhalten“ hat vermutlich seine Berechtigung. Auch wenn es sich in den Causen Karim Onisiwo gegen den SV Mattersburg (siehe Seite 64) und Marco Cech gegen den SC Wiesen (siehe Seite 56) um zwei völlig verschiedene Fußball-Welten handelt, ist die Essenz der Streitigkeiten doch sehr eng miteinander verwandt:

Es geht um junge Männer, die Fußball spielen wollen. Schon klar, dass es sich beim SVM-Profi um seinen Job handelt und bei Cech „lediglich“ um sein Hobby. Motivation ist aber für beide ein ähnlich großes Thema. Beide werden relativ wenig davon haben, wenn es gelingt, sie mit der Brechstange zu halten

Auch der Profikicker kann Enttäuschungen und (aus seiner Sicht) Prügel vor die Beine nicht einfach ausblenden. Deswegen wird in dem Fall die Leistung auch nicht passen. Vielleicht auch deswegen, weil sowohl der SVM als auch der SC Wiesen (vier Leistungsstufen tiefer) von der Kraft des Kollektives leben und durch den offiziell ausgetragenen Konflikt auch schon Groll im Team entstanden sein wird. Möglicherweise geht es den Vereinen aber mittlerweile auch darum, nach dem sportlichen Schaden, der entstanden ist, zumindest wirtschaftlich zu punkten.