Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Potential an Spannungen. RICHARD VOGLER über den Ausbau der Wohnsiedlung in der Wienerstraße.

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Die Missstimmung der Bewohner in der Wienerstraßensiedlung ist verständlich. Die Aussicht auf die Burg und ein weitläufiges Areal vor der Wohnung sind Bedingungen, von denen man in einigen Wohnsiedlungen in Mattersburg nur träumen kann. Dass man jetzt mit den neuen Wohneinheiten ein Betonklotz vor die Nase gesetzt bekommt, passt naturgemäß niemandem in den Kram. Dennoch – die Anrainer wussten, worauf sie sich eingelassen haben, denn bereits als die bestehenden Stiegen gebaut wurden, stand der Plan für die neuen Wohnungen fest.

Das Vorhaben der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft ist aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbar. Die Nachfrage nach Wohnungen und Reihenhäusern in der Bezirkshauptstadt ist ungebremst und den Bedürfnissen der Kunden will die OSG eben nachkommen.

Eine andere Komponente rückt dabei in den Hintergrund. Bereits jetzt wohnen im Vergleich zu anderen Wohnanlagen verhältnismäßig viel Personen mit unterschiedlichen Kulturen in der Siedlung. Mit der extrem dichten Verbauweise des Areals wird das Potential an Spannungen – das bereits jetzt schon öfters zu bemerken ist – somit noch erhöht.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at