Erstellt am 21. Oktober 2010, 08:07

Rechnet sich das Vertrauen?. MARTIN IVANSICH über die Durststrecke des SV Schattendorf.

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Trainer Rene Strobl ist bis jetzt mit dem SV Schattendorf erfolglos. Genauso sicher wie dieses Faktum ist, dass viele Vereine bei einer derartigen Negativserie schon gehandelt und den Trainer getauscht hätten. Das ist nur normal in der Fußballszene.

Dass es sich bezahlt machen kann, seinem Trainer zu vertrauen, zeigt sich nur unweit des Schattendorfer Grenzstadions. Zwar spielt der Verein von Franz Lederer ganze drei Ligen höher und ist eben der SV Mattersburg, trotzdem ist das Verhältnis eben „nur“ Trainer–Klub. Dass Obmann Martin Pucher in mittlerweile vielen brenzligen Situationen zu ihm gehalten hat, machte sich mit Sicherheit bezahlt. Nicht nur, dass sich ein Profiverein mit derartiger Vereinspolitik möglicherweise Abfindungszahlungen erspart, steigert er mit Vertrauensbeweisen dieser Art natürlich auch immer wieder das „Standing“ des Trainers. Selbstverständlich hinkt der Vergleich zwischen dem SVS und dem SVM, aber nachdem man weiß, dass Strobl ein akribischer Arbeiter ist, einer der Fußball lebt, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus gegeben, dass er eben doch nicht der falsche ist und das Maximum rausholen wird. Ob das Maximum dieser Mannschaft zum Ligaerhalt reicht, darf freilich bezweifelt werden.

m.ivansich@bvz.at