Erstellt am 04. Dezember 2013, 12:14

von Richard Vogler

Schaden für den Tourismus. RICHARD VOGLER über den gesperrten Bahnübergang in Bad Sauerbrunn.

Der Bahnübergang bei der Ortseinfahrt nach Bad Sauerbrunn, er liegt auf Pöttschinger Hotter, erhitzt die Gemüter. Dieser wurde vor kurzem „geschlossen“ – ein Zaun macht es nun für Radfahrer und Passanten unmöglich , diesen zu überqueren.

Ursache dafür ist die Verordnung der ÖBB, wonach Bahnübergänge sicherer gemacht werden sollen und die Kosten müssen zur Hälfte die Gemeinde tragen. Im konkreten Fall müsste Pöttsching 200.000 Euro berappen. Dass man diese nicht zahlen will, liegt auf der Hand, denn für eine Gemeinde mit rund vier Millionen Euro Budget wäre dies eine gewaltige Belastung.

Der Entschluss der ÖBB, den Radweg nun einfach zu sperren, zeugt von fehlender Kommunikation und hat negative Auswirkungen auf die Region. Denn der Weg ist in sämtlichen Rad- und Wanderkarten des Ortes sowie des Tourismusverbandes Region Rosalia eingezeichnet. Und wenn ein Radler dann - angesichts der Tatsache, dass in letzter Zeit verstärkt auf Radtourismus gesetzt wird - vor dem Zaun steht, wird er nicht über die ÖBB, sondern über die Tourismus-Verantwortlichen verärgert sein.