Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

Schwerpunkt Soziales. RICHARD VOGLER über die Altenbetreuungseinrichtung „Villa Martini“.

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Auf den ersten Blick ist der Bericht des Wirtschaftsprüfers, der die Bilanz 2010 der „Villa Martini“ prüfte, nicht gerade berauschend: Es gibt ein negatives Eigenkapital von rund einer Million Euro und es wird von einem „Reorganisatonsbedarf“ gesprochen.

Bei einem herkömmlichen Unternehmen würden die Alarmglocken schrillen, dass das Sozialzentrum nun pleite geht, dies wird jedoch nicht der Fall sein. Mit der Haftung der Gemeinde (sie ist zu hundert Prozent Gesellschafter) steht man sicher da und die Entwicklung einer GesmbH ist nicht anhand einer Momentaufnahme festzuhalten. Ein Vorwurf, den sich die Verantwortlichen jedoch gefallen lassen müssen: Jene Umstrukturierungsmaßnahmen, die bereits getätigt wurden, sind etwas spät erfolgt. Dass hingegen eine Altenbetreuungseinrichtung nur sehr schwer gewinnbringend zu führen ist, liegt auf der Hand. Die „Villa Martini“ ist also ein Indikator, welche Politik in Mattersburg betrieben wird: Der Schwerpunkt liegt auf Sozialem, was die Investitionen in die Kindergärten und die Schulen in den vergangenen Jahren ebenso beweisen.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at