Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Sparen bei den Strukturen. RICHARD VOGLER über die angedachte Schließung des Bezirksgerichtes.

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Die Pläne sind nicht neu, dass Bezirksgerichte zusammengelegt werden sollen. Bereits im Jahre 2004 wurde von Seiten des Ministeriums die Auflassung von Standorten im Burgenland in Betracht gezogen. Diese geplanten Maßnahmen haben sich zerschlagen, um nun wieder aufzutauchen. Dass diese Pläne bei den Politikern aus dem Bezirk und der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe stoßen, liegt in der Natur der Sache. Hat man das Bezirksgericht in der eigenen Stadt oder ist es nur wenige Autominuten entfernt, so will man den Standort unbedingt halten.

In Zeiten der Finanzkrise, wo auch Österreich seinen (kleinen) Beitrag für die Griechenland-Hilfe leistet, muss man Einsparungen im öffentlichen Bereich in Betracht ziehen. Sollte der Mattersburger Standort fallen, so wäre dies natürlich eine Umstellung. Die kleinen Strukturen des Landes, die von den Kritikern als Begründung für den Erhalt aller Standorte angegeben werden, gelten für den Bezirk Mattersburg jedoch nur bedingt. Denn gerade Eisenstadt, wo die zukünftige Zuständigkeit von Mattersburg liegen soll, ist nicht aus der Welt und für manche Personen aus dem Bezirk gleich weit entfernt wie Mattersburg.

KOMMENTAR

r.vogler@bvz.at