Erstellt am 04. Februar 2015, 09:57

von Bernhard Fenz

Was bleibt, ist die Genugtuung. Bernhard Fenz über einen Ski- Vizeweltmeister ohne globale Aufmerksamkeit.

Die bis einschließlich 15. Februar laufende Alpine Skiweltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek oder auch die Jänner-Weltcup-Rennen in Kitzbühel und Schladming erinner(te)n einmal mehr daran, welchen Stellenwert der Sport mit den zwei Brettln hierzulande hat. Gerade Weltcupsieger, Medaillengewinner bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften können ein Lied davon singen.

Abseits der Marcel Hirschers, Benni Raichs und Mario Matts hat der für den Skiclub Neudörfl startende Wiener Neustädter Michael Stocker mit bislang vier WM-Medaillen (zweimal Silber, zweimal Bronze) ebenfalls bereits Großes geleistet – im Grasski, abseits jeglichen flächendeckenden Alpin-Hypes und abseits lukrativer Werbeverträge.

Sicher ist ihm dafür die Anerkennung in Fachkreisen und vor allem die eigene Genugtuung. Die könnte Stocker spätestens wieder Ende Mai beim Weltcup-Auftakt in Rettenbach spüren, wo er 2009 bei der Heim-WM erstmals Vizeweltmeister wurde. Wer damals live dabei war, weiß: Pure Emotionen und die Liebe zum Sport sind für diese Athleten Antrieb genug.