Erstellt am 11. März 2015, 06:00

von Alfred Wagentristl

Wer ist wirklich ein Dagobert?. Alfred Wagentristl über nötige Durchhalter bei den talentierten Kickern.

Warum gibt es im Amateur-Fußball so viele Donalds und so wenige Dagoberts? Hier geht es weniger um Armut oder Reichtum, sondern um ein spannendes Thema im Kicker-Geschäft: das Donald Duck-Syndrom.

Viele von uns brachte das schon in der Kindheit beim Lesen der beliebten Cartoons von Donald Duck-Geschichten auf die Palme: Fast alles, was die liebenswerte Ente Donald auch anpackte, ging einmal schief. So weit so gut. Das Problem ist, dass es der chronische Pechvogel ausnahmslos nie ein zweites Mal probierte – egal wie zufällig die Gründe des Scheiterns waren. Niemals folgte ein zweiter ernsthafter Versuch.

Ganz anders war da sein Onkel Dagobert. Ganz gleich, welche Probleme auf ihn zukamen (Wer erinnert sich nicht an seine Erzfeinde, die Panzerknacker?), er gab und gab nicht auf, machte seine Sache nochmal und nochmal, immer ein bisschen besser – und am Ende gewann er. Immer.

Kindergeschichten? Mitnichten, tägliche Realität um uns herum. Immer wieder erhalten talentierte Kicker die Chance bei deutlich höherklassigeren Vereinen. Zu viele geben unserer Talente geben ihre Ziele, ihren Kindheitstraum, dann leider viel zu früh auf.

Es macht eben auch im echten Leben einen Unterschied, ob man einfach nur so sein will wie Onkel Dagobert, oder auch bereit ist, alles dafür zu tun und beharrlich auf sein Ziel hinzuarbeiten.