Erstellt am 10. Dezember 2014, 13:18

von Alfred Wagentristl

Widerstand der Traditionalisten?. Alfred Wagenristl über einen interessanten neuen Weg kleiner Vereine.

Antau-Präsident Ernst Bucsich weiß durch jahrzehntelange Erfahrung als Spieler, Obmann und die letzten Jahre als Präsident, wie der Hase im Fußball läuft. Sein Name steht für den Traditionsverein SV Antau. Dazu ist er ein Mann der Wirtschaft und führte den Klub auch schon tadellos durch schwierige Zeiten. Man hat als Außenstehender den Eindruck, dass der Mann in den eigenen Reihen außergewöhnlich viel Vertrauen genießt.

Auch der vor kurzem geborenen Idee, den SV Antau mit dem SV Wulkaprodersdorf kooperieren zu lassen, stehen die meisten aktiven SVA-Funktionäre überraschend offen gegenüber. Eigentlich rechnet man bei „Fusions-Themen“ und ähnlichem mit einem Aufschrei. Vor allem treten dann oft die „Mia san Mia-Traditionalisten“ auf den Plan und rudern aus Identitäts-Verlust-Ängsten wild entschlossen retour.

Im Falle der angedachten Zusammenarbeit (die ja keine Fusion sein soll, beide Vereine würden bestehen bleiben) zwischen Wulkaprodersdorf und Antau dürfte sich die Anzahl der Kritiker doch – ziemlich überraschend – in Grenzen halten. Annähernd alle, denen Präsident Bucsich das Konzept nähergebracht hat, können damit leben. Hut ab.