Erstellt am 27. April 2016, 05:14

von Bettina Eder

Unkraut vergeht in der Stadt nicht. Bettina Eder über die Verwendung von Glyphosat in der Gemeinde.

Glyphosat ist derzeit das umstrittenste Pflanzenschutzmittel. Die einen halten es für schwer schädlich und "wahrscheinlich krebserregend", die anderen für unbedenklich. Wie bei den meisten Dingen, wird’s (zumindest) die Dosis machen. Grund genug also diese zu verringern. Erster Schritt sind die Gemeinden: Mattersburg ist – nun auch amtlich mit dem Siegel – mustergültig. Der Kehrwagen wurde mit einer Bürste, die Unkrautwuchs ganz ohne Spritzmittel bekämpft und die Pflanzen mechanisch ausreißt, ausgestattet.

Das wirkt sich auf Personalaufwand und damit das Budget aus. Den Preis zahlt die Gemeinde gern – aber klar ist, das Unkraut wird wachsen. Nicht von ungefähr kommt das Sprichwort, Unkraut vergeht nicht. Nach der Gemeinde sollen auch die Hobbygärtner folgen, denn deren Mehrheit steht auf den Tiptop-Rasen – makellos und unkrautfrei, so wie es uns der sprichwörtlich Englische vorzeigt. Ein schöner Rasen ist aber auch ohne Glyphosat möglich – wenn auch mit Mehraufwand. Aber den sollten wir uns leisten – der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe.