Erstellt am 26. Oktober 2010, 00:28

Viele Gewinner. RICHARD VOGLER über das Sozialprojekt „72 Stunden ohne Kompromiss“.

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Das größte Sozialprojekt Österreichs ging vergangenes Wochenende über die Bühne. Bei „72 Stunden ohne Kompromiss“ engagierten sich rund 350 Jugendliche im gesamten Burgenland in 40 Einzelaktionen. Im Bezirk wurden sechs Projekte umgesetzt. Der Grundgedanke der Aktion ist, dass in 72 Stunden die Realität verändert werden soll, der soziale Gedanke steht im Vordergrund. Bedürftigen wird geholfen und Projekte mit Nachhaltigkeit werden umgesetzt.

Beim Verein „2getthere“ wurde etwa beim Übersiedeln in das neue Heim mitangepackt, bei der Neugestaltung der Innenräume unter die Arme gegriffen und der Verein ersparte sich somit einiges an Geld. Nicht nur die betroffenen Personen oder die Institutionen profitieren von den Projekten. Es sind auch die Jugendlichen selbst, denen dadurch geholfen wird. Bei manchen Jugendlichen ist „72 Stunden ohne Kompromiss“ der erste Kontakt mit einem Sozialprojekt, bei dem Jungs und Mädels auf den „Geschmack“ kommen, andere Menschen zu unterstützen. Und es gibt auch oft den ersten wirklichen Kontakt mit anderen Kulturen wie beim Neudörfler Projekt, wo die Lebensgeschichte von Asylwerbern dokumentiert wurde. Dort wurden Vorurteile abgebaut und somit ein Beitrag zum Thema Integration geleistet.

r.vogler@bvz.at