Erstellt am 26. Oktober 2016, 05:07

von Bettina Eder

Vorrang für Fußgänger. Bettina Eder über die (Nicht)Errichtung eines Schutzweges in Mattersburg

Die aktuelle Diskussion in Mattersburg rund um die Errichtung eines Schutzweges ist keine neue, aber immer wieder aufs Neue spannend. Das Argument für die Nichterrichtung ist einfach: Die Sicherheit sei trügerisch, denn Autofahrer nehmen – im Gegensatz zu Fußgängern – schwach frequentierte Zebrastreifen nicht wirklich als solche wahr.

Die Folge sind viele Unfälle. Laut Verkehrsexperten sei es deshalb sinnvoller, derartige Schutzwege zu „schleifen“ oder im Fall der Wiener Straße gar nicht erst zu errichten. Das bedeutet aber, dass die „Bürde“ der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr von den Autofahrern zu den Fußgängern verlagert wird. Diese sollten es ohnehin gewohnt sein, nach links und rechts zu blicken, wenn sie eine Straße überqueren. Obwohl Statistiken sagen, dass sich Fußgänger auf Schutzwegen „zu“ sicher fühlen, zeigt eine Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit die geringe Anhaltebereitschaft von Fahrzeuglenkern und das überschreiten von Tempolimits.

Und da sollte auch angesetzt werden, denn das ist kontrollier- und strafbar.