Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Zur Vernunft gekommen. RICHARD VOGLER über das Entfernen des Werbeplakates an der B50.KOMMENTARDer Wirbel rund um das Werbeplakat an der B50 beim Kreisverkehr ist noch allzu gut in Erinnerung.

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Der Wirbel rund um das Werbeplakat an der B50 beim Kreisverkehr ist noch allzu gut in Erinnerung. SPÖ-Gemeinderat und Unternehmer Christian Ulrich warb dort für eine Filiale einer Elektrohandelskette in Wiener Neustadt. Kritik von der Wirtschaftskammer und der Unternehmervereinigung Einkaufstreffpunkt folgte. Das Werbeplakat streute Salz in offene Wunden der Unternehmer in der Mattersburger Innenstadt, denn seit der Eröffnung der Arena am Stadtrand von Mattersburg gibt es immer wieder Klagen über das Aussterben der Innenstadt. Der schwarze Peter wird dabei von den Wirtschaftstreibenden zumeist der SPÖ-regierten Stadtgemeinde zugeschoben.

Dass dann ein SPÖ-Gemeinderat seine Hausmauer für das Einkaufen in Wiener Neustadt zur Verfügung stellte, war ein Stich ins Herz der Wirtschaftstreibenden. Die Reaktion ließ zwar einige Zeit auf sich warten, sie ist jedoch erfolgt: Er ließ das Plakat entfernen - eine Maßnahme, die die einzig richtige ist und eine Eigenschaft zum Vorschein bringt, die bei manchen Politikern vermisst wird: Es wurde ein Fehler eingestanden und korrigiert. Davon könnten sich viele Politiker ein Stückerl abschneiden.

r.vogler@bvz.at